Biosphärenpark Wienerwald präsentiert sich in Brüssel
UNESCO Biosphärenparks starten das Jahr der Biodiversität in Brüssel.

v.l.n.r.: Klaus Jarmatz (Leiter Biosphärenpark Schaalsee), Karl Falkenberg (Generaldirektor der GD Umwelt), Peter Heyne (Leiter Biosphärenpark Oberlausitzer Teichlandschaften), Dr. Natarajan Ishwaran (Generalsekretär des UNESCO Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ - MAB), Dr. Gerfried Koch (Direktor des Biosphärenpark Wienerwald) und Dr. Daniel Wolf (Geschäftsführer des deutschen MAB Nationalkomitee)
Als Auftakt zum Jahr der Biodiversität präsentierten sich Biosphärenparke aus Deutschland und der Biosphärenpark Wienerwald den Abgeordneten des EU-Parlaments und der Kommission. UNESCO Biosphärenparks sind Modellregionen für Nachhaltigkeit und tragen wesentlich zur Erhaltung der Biodiversität in Kulturlandschaften bei.
Auf Einladung der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen fand am 3. Februar 2010 die Eröffnung der Ausstellung „UNESCO Biosphärenparks – Modellregionen von Weltrang“ in Brüssel statt. VertreterInnen von EU-Gremien wurde das bisher wenig beachtete Schutzkonzept der UNESCO vorgestellt. Der Biosphärenpark Wienerwald wurde als einziger nicht Deutscher Biosphärenpark dazu eingeladen und konnte Best Practice Beispiele aus der Region Wienerwald vorstellen.
„Regionale nachhaltige Entwicklung und Arterhaltung gehen in Biosphärenparks Hand in Hand. Um die von der UNESCO vorgegebenen Ziele und Aufgaben erfolgreich umsetzen zu können, brauchen Biosphärenparks noch bessere Unterstützung auf allen politischen Ebenen,“ betont Biosphärenparkdirektor Gerfried Koch.
Karl Falkenberg, Generaldirektor der GD Umwelt in der EU-Kommission, zeigte sich beeindruckt vom umfassenden Ansatz der Biosphärenparks, besonders in Bezug auf die Erhaltung von Biodiversität. „Artenvielfalt bildet die Überlebensgrundlage für viele Wirtschaftssektoren wie z.B. die Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion oder Medizin. Der Verlust an Arten verursacht weltweit jährlich Kosten von 50 Mrd. Euro“, berichtet Karl Falkenberg von den ersten Ergebnissen der Studie zur „Ökonomie von Ökosystemen und Biodiversität“ (The Economics of Ecosystems and Biodiversity – TEEB, Pavan Sukhdev, Deutsche Bank).
Durch das Miteinander von nachhaltigen Nutzungsweisen und Naturschutz leisten Biosphärenparks einen zukunftsweisenden Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität. Mit dem integrativen Naturschutzansatz ist das UNESCO-Konzept eine wesentliche Ergänzung zum rein konservierenden Naturschutz. Auch im Wienerwald zeigt sich, dass die Artenvielfalt in schonend bewirtschafteten Kulturlandschaften sehr hoch ist und die BewirtschafterInnen dadurch einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt dieser Vielfalt leisten.
Erstellt am: 15.02.10
