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Wiens erster Biosphärenpark-Infopoint eröffnet !

Alles Wissenswertes unter einer Kuppel !

Umweltstadträtin Ulli Sima mit Simone Wagner (Biosphärenparkdirektor Stellvertreterin) und Bezirksvorsteher Manfred Wurm (Copyright: PID)

Wanderrouten, Freizeit- und Einkehrmöglichkeiten, aber auch alles zur Artenvielfalt sowie zu Erzeugnissen aus der Region – das und vieles mehr gibt es im neuen Infopoint in Mauer.

„Ich freue mich, dass die Besucher des Biosphärenparks damit die volle Vielfalt auf einen Blick erkennen können“, betont Umweltstadträtin Ulli Sima. Gemeinsam mit Bezirksvorsteher Manfred Wurm und Biosphärenparkdirektor-Stellvertreterin Simone Wagner eröffnete sie am 5.Mai das kuppelförmige Info-Zentrum an der Ecke Anton-Kriegergasse/Kalksburger Straße.
„Der Maurer Wald, als Teil des Europaschutzgebietes Liesing und des Biosphärenpark Wienerwald, verfügt über einen großen Reichtum an teils seltenen Tier- und Pflanzenarten“, sagt Bezirksvorsteher Wurm und ist stolz, „dass die erste Informationsstelle des Biosphärenparks in Mauer errichtet wird.“

Weitere Infopoints in Planung
Im Laufe der nächsten drei Jahre werden im Wienerwald weitere Biosphärenpark-Infopoints an stark frequentierten, freizeittouristischen Stellen errichtet. Sie vermitteln Wissenswertes über UNESCO-Biosphärenparke als Modellregionen, in denen Natur und Mensch gleichermaßen voneinander profitieren. „Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur ist zum Erhalt der Vielfalt notwendig“, so Sima weiter. „Im Biosphärenpark Wienerwald zeigen wir, dass Artenschutz und Freizeitgestaltung Hand in Hand gehen können.“

Bewusstsein für verantwortungsvollen Umgang mit der Natur
Natur ist wertvoll, deshalb hat die Stadt Wien den Wald immer schon geschützt und dessen Bedeutung den Wienern nahe gebracht. Unter dem Motto „Lernen, Schützen, Nützen“, sind die Biosphärenpark-Infopoints nicht nur Servicestelle für Ausflügler, sondern sollen auch das Bewusstsein für verantwortungsvollen Umgang mit Natur- und Kulturschätzen schärfen. Das ist der Stadt ein großes Anliegen und so wird das auch bereits den Kleinsten so vermittelt – zum Beispiel in der Waldschule Ottakring.

Wien im internationalen Jahr der Wälder
Heuer rücken die Aktivitäten rund um den Wald in den Vordergrund. Denn Wald ist nicht nur Erholungsraum, Lebenswelt für Tiere und Pflanzen, sondern auch Qualitätsgarant für unser glasklares Trinkwasser. Jedes Jahr investiert die Stadt Wien 13 Millionen Euro in den Schutz unserer Quellen. Das gesamte Quellschutzgebiet ist mit 32.500 Hektar übrigens fast so groß, wie Wien selbst. Zusätzlich zum bereits breiten Angebot bietet die Stadt heuer weiteren Service, zum Beispiel eine Broschüre mit Veranstaltungstipps und TV-Beiträge im Rahmen der ORF-Sendung „Jahreszeiten“. „Unsere Aufgabe ist es“, betont Sima, „den Wald auch für die nächsten Generationen zu sichern. Das reicht vom Zukauf von Flächen bis hin zum strengsten Schutz unserer grünen Lunge.“

Über den Maurer Wald
Sowohl der Maurer Wald als auch das angrenzende Gütenbachtal sind Teil des europaweiten Schutzgebietes „Natura 2000“. 19 verschiedene, zum Teil sehr seltene und gefährdete Wiesentypen, gibt es allein im Gütenbachtal. An den bewaldeten Abhängen des Tals liegen die östlichsten Vorkommen der Tanne in Österreich. Eine weitere Besonderheit sind die schönen naturnahen Eichenwälder im Maurer Wald. Der Großteil des Gebietes ist im Eigentum der Stadt Wien und wird von der MA 49 – Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien mit viel Liebe und Fachwissen betreut. Denn nur durch regelmäßige Pflegemaßnahmen, die genau auf die Bedürfnisse der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt abgestimmt sind, bleibt die kostbare Vielfalt erhalten.

Erstellt am: 05.05.11

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