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Forschungsprojekt: Totholzsukzession

 

Pilze und Käfer - Leben im Totholz

Nahaufnahme des Kopfes eines Hirschkäfers
Hirschkäfer entwickeln sich in vermodern-dem Holz. (© L.Lammerhuber, MA49)
Zahlreiche gelbe Pilzfruchtkörper auf einem grauen liegenden Baumstamm
Totholz als Pilz-Lebensraum. (© A.Mrkvicka)

Im Zuge dieses Projekts des Biosphärenpark Wienerwald, unterstützt durch Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (MA 49) und Österreichische Bundesforste (ÖBf AG), werden innerhalb eines 10 jährigen Untersuchungszeitraumes mehrmals jährlich Holzproben entnommen und Käfer und Pilze bestimmt.

Holz wird im Laufe seines Zerfalls von unterschiedlichen Pilzen und Insektenarten besiedelt. Viele von ihnen sind Raritäten, da ihr Lebensraum – das Holz alter, starker Bäume – durch die jahrhundertlange Waldbewirtschaftung bei uns heute nur mehr selten vorhanden ist. In welcher Reihenfolge Pilze und Insekten über Jahre und Jahrzehnte auftreten und wie sie dabei das abgestorbene Holz verarbeiten ist weitgehend unerforscht. Die Kernzonen im Biosphärenpark, in denen nun keine reguläre Holznutzung mehr stattfindet, sind deshalb die idealen Forschungsgebiete dafür.

Die bisher ausgewerteten Proben dokumentieren 131 verschiedene Käferarten, die 48 Familien zugeordnet werden können. Beachtliche 14 Arten finden sich auf der Roten Liste Österreichs.

Unter den Pilzen wurden bisher 63 totholzgebundene Arten allein in der Kernzone Mauerbach nachgewiesen. Experten können in der Abfolge vorkommender Pilzarten bereits eine Sukzession  bestimmter Pilze eindeutig erkennen. Die umfangreichen Auswertungen der Kernzone Johannser Kogel sind noch im Gange. Bisher sei nur so viel verraten: Wir haben es mit einigen äußerst seltenen Spezies im Biosphärenpark Wienerwald zu tun.

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