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Jänner 2016: Schneebirnen im Biosphärenpark Wienerwald

 

Schneebirnen im Biosphärenpark Wienerwald

Mutterschneebirne Foto: Klaus Wanninger
Schneebirne Foto: Klaus Wanninger
Schneebirnenblüte Foto:Klaus Wanninger
Marktgemeinde Pfaffstätten übernimmt die Patenschaft einer Schneebirne Foto: Hermann Fuhrmann
Othmar Biegler, Gumpoldskirchen übernimmt die Patenschaft der Schneebirne. Foto: BPWW/Lemberger
Christian Schabl bei der Schneebirnenpflanzung mit Mag. Ines Lemberger (BPWW) und Klaus Wanninger (RGV) Foto: BPWW/Lemberger
Birgit Pferschy-Seper pflanzt mit Klaus Wanninger (RGV) die Schneebirne in Mödling. Foto: BPWW/Lemberger
Christoph Hubatsch, Maria Enzersdorf setzt die Schneebirne im Beisein von Biosphärenpark-Direktorin DI Andrea Moser und Klaus Wanninger (RGV). Foto: BPWW/Lemberger
Lukas Wasinger, Gießhübl setzt gemeinsam mit Biosphärenpark-Direktorin DI Andrea Moser und Klaus Wanninger die Schneebirne. Foto: BPWW/Lemberger
DI Alexander Mrkvicka pflanzt im Namen der "Freunde der Perchtoldsdorfer Heide" eine Schneebirne. Foto: Drozdowski
Sabina Ubl-Doschek, Kritzendorf übernimmt die Patenschaft der Schneebirne. Foto: BPWW/Lemberger

(Tullnerbach, Jänner 2016) Die Schneebirne ist eine sehr seltene, heimischen Wildbirnenart. Um diese im Biosphärenpark Wienerwald zu erhalten, pflanzen der Biosphärenpark Wienerwald und der Verein Regionale Gehölzvermehrung (RGV) 24 Bäume in der Weinbaulandschaft. Paten und Patinnen übernehmen die Pflege der Pflanzen.****

Die letzten Ihrer Art
Vielleicht sind es gerade 2 Handvoll Schneebirnen, die in ganz Niederösterreich und Wien noch wildwachsend vorkommen, wahrscheinlich sogar weniger. Jedenfalls zählt die Schneebirne als eine unserer Wildbirnenarten mittlerweile zu den seltensten heimischen Baumarten überhaupt. Eigentlich kaum zu glauben, bezaubert sie doch durch ihre weißfilzigen Triebe und Blätter im Frühjahr, beschenkt das Auge mit ihrer prächtig dunkel-blutroten Herbstfärbung und bietet reichen Fruchtertrag, der zum Schnapsbrennen allemal gute Dienste leistet.

Schneebirnen im Biosphärenpark verwurzeln
Damit die Schneebirne nicht ganz verloren geht, sondern wieder ein wenig häufiger wird, hat sich der Biosphärenpark Wienerwald gemeinsam mit dem Verein Regionale Gehölzvermehrung (RGV) dazu entschlossen, die letzten ihrer Art zu vermehren und ihre Nachkommen im Biosphärenpark auszupflanzen. Dazu wurden mit naturschutzfachlicher Genehmigung zwei der letzten Exemplare im Raum Mödling in den letzten Jahren händisch besammelt und in den RGV Partnerbaumschulen zu kräftigen Jungpflanzen herangezogen. 24 dieser Nachfahren von „Urmutter Schneebirne“ aus der Thermenregion Wienerwald wurden Ende des letzten Jahres im Zuge gemeinsamer Pflanzaktionen mit den PatInnen auf Weingartenböschungen und an Waldrändern im Biosphärenpark Wienerwald verwurzelt. „Ein großer Dank gebührt den Gemeinden und WinzerInnen, die die Patenschaft und damit die Pflege der Bäume übernommen haben. Nur gemeinsam ist es uns möglich, Schätze aus der Natur – wie die Schneebirne – auch für künftige Generationen zu erhalten und die Sortenvielfalt zu schützen“, so Andrea Moser, Direktorin des Biosphärenpark Wienerwald.

Die PatInnen
Rupert Stingl, Bad Vöslau
Stadtgemeinde Bad Vöslau
Robert Strasser, Pfaffstätten
Marktgemeinde Pfaffstätten
Othmar Biegler, Gumpoldskirchen
Christian Schabl, Gumpoldskirchen
Birgit Pferschy-Seper, Mödling
Christoph Hubatsch, Maria Enzersdorf
Lukas Wasinger, Gießhübl
Weinbauverein Perchtoldsdorf
Freunde der Perchtoldsdorfer Heide
Sabina Ubl-Doschek, Kritzendorf

Weitere Informationen:
Biosphärenpark Wienerwald
Presseabteilung:                                        Geschäftsleitung:
Mag. Alexandra Herczeg                           Dl Andrea Moser
Tel: 02233/54 187-12                                 Tel: 02233/54 187
ahbpwwat                                            ambpwwat   
                                   www.bpww.at 
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Biosphärenpark Wienerwald (UNESCO-Modellregion für Nachhaltigkeit):
Der Wienerwald wurde 2005 mit dem UNESCO-Prädikat Biosphärenpark ausgezeichnet und ist damit einer von 651 Biosphärenparken in 120 Staaten und europaweit der einzige am Rande einer Millionenstadt. Er umfasst eine Fläche von 105.000 Hektar und erstreckt sich über 51 Niederösterreichische Gemeinden und sieben Wiener Gemeindebezirke. Rund 815.000 Menschen sind in dieser Lebensregion zu Hause. Die durchgeführten Projekte sollen möglichst alle Aspekte der Nachhaltigkeit beinhalten, also Ökologie, Ökonomie, Soziales und Kulturelles berücksichtigen.

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