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Porträt der Wiesenmeister 2009

 

Mähwiesen, Kategorie: Wiesen, deren Heu verkauft wird

Heuverkauf an Pferdehalter ist zu einem wichtigen Faktor für die Erhaltung der Wienerwaldwiesen geworden.(© istockphoto)

1. Preis ex aequo:

Lucia und Walter RESCH - Kreuzbühelwiese in Wien-Neuwaldegg:

Die Kreuzbühelwiese ist eine wechselfeuchte Trespenwiese. Nach einer nassen Zeit im Frühjahr gibt es ausgeprägte sommerliche Trockenperioden. Durch den nährstoffarmen Standort und die extensive Bewirtschaftung hat sich eine besonders artenreiche Wiesen entwickelt, ín der die Sibirische Schwertlilie eine botanische Besonderheit darstellt. Weitere besondere Arten sind Knollen-Mädesüß, Pannonische Distel, Wiesensilge, Knäuel-Glockenblume und Echte Schlüsselblume. Der Waldrand ist besonders strukturreich.

Produkte: Lamm und Heu aus biologischer Landwirtschaft, Selbsterntefeld für Gemüse, Produkte auf Anfrage ab Hof oder beim Annahof in Laab im Walde und im Bauernladen Steghof in Neulengbach.

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Sieglinde FIDLER - Scheibenwiese im Lainzer Tiergarten

Die Scheibenwiese gehört zu den naturschutzfachlich wertvollsten Wiener Wiesen. Bemerkenswert ist vor allem die Vielfalt innerhalb der Wiesenvegetation, die von einer ausgeprägten Trockenwiese über wechselfeuchte Bestände bis zu stark vernässten Bereichen reicht. Unter den seltenen Pflanzenarten sind Mücken-Händelwurz, Sumpf-Ständelwurz, Bürstling, Sumpfbaldrian und Davallsegge zu finden. Das Heu der Scheibenwiese wird direkt im Lainzer Tiergarten zur Wildfütterung verwendet.

Produkte: Heu für Reitställe und Pferdebesitzer, Zückerrüben, Körnermais und Weizen.

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3. Preis:

Gertrude ZÖCHLING - Potwiese in Siegenfeld

Die Potwiese ist eine nährstoffarme Feuchtwiese. Als Pfeifengraswiese gehört sie zu den seltensten Wiesentypen im Wienerwald. Das namensgebende Pfeifengras mit seiner gelben Herbstfärbung ist besonders auffällig. Im Herbst blüht hier auch der Lungenenzian, eine große botanische Rarität. Unter den seltenen Pflanzen sind auch Pannonische Plattererbse, Teufelsabbiss und zahlreiche Orchideen wie Breitblatt-Knabenkraut, Brand-Knabenkraut, Mücken-Händelwurz und Kleines Knabenkraut zu finden. Das Heu der Potwiese wird als Rotwildfutter ins Alpenvorland verkauft.

Produkte: Heurigenbetrieb in Teesdorf, Wein und Traubensaft in der hauseigenen Vinothek

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Mähwiesen, Kategorie: Wiesen, deren Heu im Betrieb verfüttert wird

Die Wiesenmeister erzeugen die unterschiedlichsten Produkte(© istockphoto)

1. Preis:

Martine SCHEIBELMASSER - Lärchenwiese in Klausen-Leopoldsdorf

Die Lärchenwiese ist eine Wiese von herausragender botanischer Vielfalt. In einem Großteil der Wiese herrscht die Aufrechte Trepse vor. Besonders bemerkenswert sind die Häufigkeit des seltenen Berg-Klees, das Vorkommen zahlreicher Orchiedeenarten und die feuchten und nassen Teilflächen. Gerade dort finden eine Reihe seltener Wiesenpflanzen ihren Lebensraum. Besondere Arten sind Pannonische Distel, Breitblatt-Platterbse, Trollblume, Wiesensilge, Prachtnelke, Moor-Blaugras, Geflecktes Knabenkraut, Sumpf-Ständelwurz und Kugelstände. Auf der Lärchenwiese sind auch besonders viele Schmetterlinge und Heuschrecken zu finden, darunter Schwarzer Apollo und Warzenbeisser.

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2. Preis:

Ing. Johannes SCHABBAUER - "Annahof", Forstwiese in Breitenfurt

Die Forstwiese ist eine besonders vielfältige Wiesenfläche. Teile, die zumindest im Sommer austrocknen, sind wechselfeuchte Fettwiesen. Bachdistelwiesen findet man in ständig feuchten Bereichen sowie Kleinseggenwiesen an besonders nassen Stellen. Alle Teile der Wiese sind außergewöhnlich artenreich, vor allem die vernässten Stellen rund um die zahlreichen Hangwasseraustritte beinhalten viele botanische Raritäten. Darüber hinaus ist die Forstwiese auch für die Tierwelt von besonderer Bedeutung. Neben der Wanstschrecke kommt hier zum Beispiel die Gelbbauchunke vor.

Produkte: BIO-Hofladen mit Milch, Milchprodukten, Fleisch, Wurst und Selchwaren vom eigenen Hof und Brot, Gemüse, Säfte etc. von anderen BIO-Betrieben im Wienerwald.

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3. Preis:

Anton DOPPLER - Hoframwiese in Kraking

Bei der Hoframwiese bei Kraking handelt es sich um eine ganz besonders vielfältig Wiese. Der für weite Teile des Flysch-Wienerwaldes typische Wiesenbestand an einem wechselfeuchten Standort  geht in eine ausgeprägte Feuchtwiese über, was hier unter anderem am Vorkommen von Wiesen-Fuchsschwanz, Kuckuckslichtnelke und Großem Wiesenknopf zu erkennen ist. Daneben gibt es jedoch auch besonders bunte, trockene Wiesenteile mit Wiesen-Salbei auf zwei kleinen Hügeln und kleine nasse Stellen mit Wollgras.

Produkte: BIO-Betrieb, Milch ab Hof

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Obstwiesen

Obst aus dem Wienerwald (© Drozdowski)

1. Preis:

Peter KRISCHKE - Hauswiese bei Wolfsgraben

Die Hauswiese beim alten Hof am Roppersberg zeichnet sich durch den ganz besonderen Bestand von Altbäumen aus. Der lange Blühzeitraum der Bäume, die durchmischte Höhenstruktur des Bestandes, der Totholzanteil in den Baumkronen und schließlich das Vorhandensein von Baumhöhlen unterschiedlicher Größe sind für den Naturschutz von herausragender Bedeutung. Dazu kommt noch ein artenreicher, als extensives Weideland genutzter Unterwuchs. Die Hauswiese ist daher eine in der weiteren Umgebung einzigartige Obstwiese.

Produkte: BIO-Betrieb, Schafzucht (Karakulschaf), Apfel- und Birnensaft, Most, Obst (alte Sortenraritäten), Biobauernmarkt auf der Freyung in Wien

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2. Preis ex aequo:

Christine KRAMMEL - Obstwiese "Garten-Baum" in Siegenfeld

Wie es in traditionellen Kulturlandschaften in ganz Mitteleuropa üblich ist, befinden sich auch am Ortsrand von Siegenfeld im südlichen Wienerwald mehrere Obstwiesen. Diese Wiese der Familie Krammel ist darunter ein ganz besondere. Ein Altbestand aus Apfel, Zwetschke, Kriecherl, Birne und Walnuss wurde vor etwa 10 Jahren durch eine Neupflanzung auf einer ehemaligen Ackerfläche ergänzt. Außer der Sortenvielfalt beim Obst sind hier auch der Bestand der Altbäume und der als Mähwiese extensiv genutze Unterwuchs bemerkenswert. Veredelungsversuche werden laufend  durchgeführt.

Produkte: Most, Ziegenkäse und Fleischprodukte aus Eigenproduktion; Mosterheurigen Krammel - Marienhof

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Andreas RADLHERR - Hausobstgarten in Hainbuch bei Mauerbach

Als die ältesten Bäume im Hausobstgarten der Familien Radlherr vor über 100 Jahren gepflanzt wurden, war Hainbuch eine Ansiedlung aus mehreren "Duckhütten", wie die kleinen Häuser der Waldarbeiter genannt wurden. Aus dieser Zeit des Selbstversorgungsobstbaus im nördlichen Wienerwald stammen die aus Sämlingen gezogenen Apfelbäume, die damals wie heute zur Erzeugung von Most genutzt werden. Dazu kamen die verschiedenen Tafelapfelsorten der späteren Jahrzehnte. Heute hat diese alte Obstwiese als Weide der Mutterkuhherde eine neue Verwendung gefunden.

Produkte: Most und Rindfleischprodukte im familieneigenen Gasthof Radlherr.

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Weiden

Beweidung als älteste Form der Wiesennutzung (© Mrkvicka)

1. Preis ex aequo:

Anna Mörth - Steinmäuerl in Laaben

Die Wiese "Steinmäuerl" ist eine der typischen wechselfeuchten Wiesen des Flysch-Wienerwaldes. Häufig folgt hier auf eine Zeit der Vernässung im Frühling eine sommerliche Trockenperiode. Eine ganze Reihe von "Wechselfeuchtezeigern" unter den Pflanzen ist charakteristisch für die Wiesen an diesen Standorten. Knollen-Mädesüß, Pannonische Distel und Herbstzeitlose sind die bekanntesten Beispiele dafür. Dazu kommen hier noch Magerwiesenpflanzen wie die Knäul-Glockenblume am Waldrand. Nicht zuletzt bereichert auch hier ein Obstbaumbestand diese beweidete Wiese der Familie Mörth.

Produkte: Obst (Äpfel und Birnen, viele alte Sorten - darunter Speckbirne, Grüne und Rote Pichlbirne, Rote Scheibelbirne etc.), Most und Edelbrand

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Gerhard ZADROBILEK - Feuchtwiese in Laab im Walde

Ein großer Teil der "Feuchtwiese" stellt die artenreiche Variante einer für den Flysch-Wienerwald typischen wechselfeuchten Wiese dar. Häufig folgt hier auf eine Zeit der Vernässung im Frühling eine sommerliche Trockenperiode. Eine ganze Reihe von "Wechselfeuchtezeigern" unter den Pflanzen ist charakteristisch für die Wiesen an solchen Standorten. Eine ganzjährig feuchte Mulde mit Bachdistel, Großem Wiesenknopf und dem sehr auffälligen Wollgras bereichern die Artenvielfalt dieser Mähweide noch zusätzlich.

Produkte: Wagyu-Rind für die Spitzengastronomie, Herde im Aufbau, Hochlandrinder

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3. Preis:

Peter KRISCHKE - Roppersberg bei Wolfsgraben

Ein besonderes Merkmal der Schafweide am Roppersberg ist der Strukturreichtum mit Obstbaumgruppen, einzelnen freistehenden Laubbäumen, randlichen Gebüschbeständen und kleinen felsigen Flächen. Altbäume und Totholz sind dabei besonders bedeutend. Auch ein ausgeprägtes Kleinrelief mit Gräben, kleinen Geländestufen und Buckeln ist für die Vielfalt bedeutend. Der Wiesenbestand ist typisch für trockene Weide-Standorte mit relativ guter Nährstoffversorgung. Besondere Bedeutung gewinnt die Weide auch durch ihre Lage in der Waldlandschaft zwischen Purkersdorf und Laab im Walde.

Produkte: BIO-Betrieb, Schafzucht (Karakulschaf), Apfel- und Birnensaft, Most und Obst (alte Sortenraritäten) am Biobauernmarkt auf der Freyung in Wien.

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