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Neues länderübergreifendes Projekt für mehr Artenvielfalt in der Landwirtschaft gestartet

Das neue länderübergreifende EU-Projekt „Green Connections - Naturbasierte Lösungen und nachhaltige Landwirtschaft in der österreichisch-ungarischen Grenzregion“ des Biosphärenpark Wienerwald Managements, der Esterhazy Betriebe AG (Burgenland), der Széchenyi István Universität (Ungarn) und der Trout Circle Waldorf Nature-protective Outdoor Association (Ungarn) wird in den kommenden Jahren verschiedene Maßnahmen für mehr Artenvielfalt in der österreichisch-ungarischen Grenzregion umsetzen. Ziel des Projektes ist es, Natur und Landwirtschaft besser miteinander zu verbinden und den Schutz der Biodiversität in der Agrarlandschaft langfristig zu stärken.

Projektstart in der BBK Baden/Mödling
Der offizielle Startschuss für das Projekt fiel am 13. Mai 2026 in der Bezirksbauernkammer Baden/Mödling in Baden. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung stellten die Projektpartner das neue Projekt vor. In Vorträgen und Gesprächen wurden die Projektpartner und erste Maßnahmen präsentiert sowie die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Österreich und Ungarn hervorgehoben. Abgerundet wurde die Auftaktveranstaltung mit einer Wanderung durch die Weinbaulandschaft Pfaffstättens.

Arbeiten an der Forschungsstudie begonnen
Teil des Projektes ist unter anderem eine großangelegte Forschungsstudie unter der Leitung der Széchenyi István Universität. Auf insgesamt 80 Getreidefeldern wird untersucht, welchen Einfluss verschiedene Bewirtschaftungsformen sowie das Vorhandensein verschiedener Landschaftselemente, wie beispielsweise Hecken, auf Ackerwildkräuter, Bestäuber und Feldvögel haben. Mit Unterstützung des strategischen Projektpartners, der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, konnten bereits zehn LandwirtInnen in verschiedenen Biosphärenpark-Gemeinden für die Mitarbeit am Projekt gewonnen werden, die ihre Flächen für die Forschung der ExpertInnen zur Verfügung stellen.

Im Rahmen der Untersuchungen Ende Mai wurden unter anderem Bestäuber und Vögel dokumentiert sowie Bodenproben genommen. Darüber hinaus wurde die Anzahl an Wildkräuter-Blüten pro Quadratmeter gezählt, die ein Hinweis auf das für Bestäuber vorhandene Nektarangebot sind.

2027 werden mit diesen Methoden weitere Getreidefelder im Projektgebiet untersucht, bevor die Ergebnisse 2028 in der Forschungsstudie veröffentlicht werden.

Das Projekt „Green Connections - Naturbasierte Lösungen und nachhaltige Landwirtschaft in der österreichisch-ungarischen Grenzregion“ wird gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Programmes Interreg Österreich - Ungarn.