Photovoltaikanlage

Energie-Positionspapier in österreichischen Biosphärenparks

Der Klimaschutz stellt heute eine der zentralen Aufgaben für unsere Gesellschaft dar. Damit untrennbar verbunden ist die Herausforderung einer nachhaltigen Energieversorgung und dem Ausstieg aus den fossilen Energieträgern Erdöl, Erdgas und Kohle. Biosphärenparks sind nicht zuletzt auf Basis der „Dresdner Erklärung“ des „MAB International Co-ordinating Council“ im Jahr 2011 in besonderem Maße aufgefordert, die notwendige Veränderung des Energiesystems zu unterstützen und zu Vorzeigeregionen für eine nachhaltige Energieversorgung zu werden.

In einem Biosphärenpark kommt der Reduktion des Energieverbrauches und der Nutzung von technischen Effizienzpotenzialen besondere Bedeutung zu. Im Sinne einer gleichwertigen Betrachtung ökologischer Aspekte, insbesondere des Naturschutzes, sowie der sozialen und ökonomischen Dimension der Nachhaltigkeit in einem Biosphärenpark muss sich die Nutzung erneuerbarer Energieträger durch eine erhöhte Naturverträglichkeit auszeichnen. Ebenso kommt der sozialen Akzeptanz hoher Stellenwert zu.

Hierbei gelten folgende Grundsätze:

  • Energie- und Mobilitätskonzepte sowie der Einsatz von Qualitätssicherungsinstrumenten wie der Teilnahme am e5-Programm oder die Einführung einer Energiebuchhaltung sind in hohem Maße wünschenswert. Derzeit nehmen alle Gemeinden des Großen Walsertals am e5-Programm (1. e5-Region Österreichs) teil. Alle Gemeinden des Biosphärenpark Wienerwald verfügen über eine Energiebuchhaltung, einzelne Gemeinden sind Energiebuchhaltungs-Vorbildgemeinden.
  • Oberste Priorität kommt der Reduktion des Energieverbrauches etwa durch eine entsprechende Energieraumplanung und der Nutzung effizienter Technologien zu. Hierbei sind insbesondere Technologien im Mittelpunkt, die den Energieeinsatz reduzieren wie LED-Beleuchtung, die Errichtung von Passivhäusern und die Sanierung von öffentlichen und privaten Gebäuden.
  • Ein weiteres zentrales Element ist die Umstellung von fossilen auf erneuerbaren Energieträgern, wie etwa der Einsatz von Elektroautos (mit regionalen erneuerbaren Energieträgern) und die Umstellung von fossilen Heizsystemen auf erneuerbare Energieträger (z.B. Biomasse-Nahwärme oder Pellets/Hackschnitzel).

Aufbauend auf den genannten Schritten werden alle naturverträglichen Optionen zur Nutzung erneuerbarer Energieträger genutzt. Prioritär sind dabei jene Optionen, die nicht oder nur mit einem geringen zusätzlichen Flächenbedarf verbunden sind. Dies sind insbesondere gebäudeintegrierte Photovoltaikmodule, thermische Solarkollektoren und Wärmepumpen. Hinsichtlich der Nutzung erneuerbarer Energieträger mit Auswirkungen auf den Natur- Landschafts- und Gewässerschutz gelten je nach Zone differenzierte Regeln.

Das vollständige Energie-Positionspapier finden Sie am Seitenende zum Download.

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Energie-Positionspapier in österreichischen Biosphärenparks

Positionspapier des Österreichischen Nationalkomitees für das UNESCO-Programm „Man and the Biosphere (MAB)“ zur Nutzung von erneuerbaren Energien in österreichischen Biosphärenparks.