Zonierung

Ein Biosphärenpark ermöglicht eine mosaikartige Zonierung in Kern-, Pflege-, und Entwicklungszonen. Der „Schutz typischer Naturlandschaften“ hat die gleiche Bedeutung wie die „Erhaltung von Kulturlandschaften“. Mit der Zonierung ist keine Rangfolge oder Wertigkeit verbunden. Jede Zone hat eine eigenständige Aufgabe zu erfüllen. Der Biosphärenpark will die Nutzungsinteressen harmonisieren.

Fakten zur Entwicklungszone

  • Anteil an der Gesamtfläche: 76%

  • Stärkung nachhaltiger Wirtschaftsformen

  • Steigerung der Wertschöpfung in der Region

  • Zahlreiche aktive Organisationen

Entwicklungszone

Die Entwicklungszone ist Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum der Bevölkerung. Hier sollen Wirtschaftweisen entwickelt werden, die den Ansprüchen von Mensch und Natur gleichermaßen gerecht wird - auch als Vorbild für das ganze Land! Dazu zählt ein umwelt- und sozialverträglicher Tourismus ebenso wie die Erzeugung und die Vermarktung umweltfreundlicher Produkte.

Streuobstwiese im Frühling

Fakten zur Pflegezone

  • Anteil an der Gesamtfläche: 19%

  • Schutz durch nachhaltiges Wirtschaften

  • Besonders wertvolle Kulturlandschaften und Lebensräume

  • Initiativen und Umsetzungsprojekte mit Freiwilligen

Pflegezone

Die Pflegezone dient der Erhaltung und Pflege von Lebensräumen, die durch die menschliche Nutzung entstanden oder beeinflusst sind (z.B. Wiesen, Weiden). In dieser Zone besteht eine erstaunlich hohe Artenvielfalt durch die Nutzung durch den Menschen und seine Nutztiere. Sie soll auch die Kernzone vor Beeinträchtigungen abschirmen und beinhaltet die besonders schützenswerte und pflegeabhängige Kulturlandschaft.

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Fakten zur Kernzone

  • Anteil an der Gesamtfläche: 5%

  • 27 Kernzonen in Niederösterreich, 10 in Wien

  • Einzelflächen mit 1,5 - 1.300 ha

  • 9 verschiedene Grundeigentümer

  • Waldflächen

  • Prozessnaturschutz

Kernzone

Kernzonen sind gekennzeichnete und streng geschützte Waldgebiete. Hier soll eine Waldentwicklung ohne menschliche Eingriffe möglichst ursprüngliche Lebensräume für seltene Pflanzen und Tierarten erhalten. Abgestorbene Bäume verbleiben als Totholz im Wald und bilden so einen wichtigen Lebensraum für Käfer, Pilze und andere Lebewesen. Auf diese Weise wachsen die „Urwälder von morgen“ heran. Die 37 Kernzonen nehmen etwa 5 % der Gesamtfläche des Biosphärenparks ein.

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