Chromosera viola
Artomyces Pyxidatus

Fakten

2024 - 2026
abgeschlossen

Nationalparks Österreich, Biosphärenpark Wienerwald, Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal

Nationalpark Thayatal

Österreichs Großschutzgebiete liefern einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und der Förderung der biologischen Vielfalt über mannigfaltige Lebensräume hinweg. Über einige Artengruppen ist allerdings in unseren Schutzgebieten noch wenig bekannt. Um ein besseres Bild über den Bestand an (Boden)-Pilzen und Arthropoden in den Schutzgebieten zu bekommen und die Grundlagen für ein langfristiges Monitoring zu legen, werden in allen Nationalparks Österreichs sowie dem Biosphärenpark Wienerwald und dem Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal innovative Erhebungsmethoden eingesetzt werden.

Mittels eDNA Metabarcoding soll Umwelt-DNA aus Bodenproben analysiert werden und Aufschluss über die vorkommenden Pilz- und Arthropodenarten liefern. Die Bodenproben sind so über die Schutzgebiete aufgeteilt, dass repräsentative Lebensraumtypen von den tiefliegenden Salzlacken im Osten über verschiedenste Waldgesellschaften bis hin zu alpinen Rasen im Westen abgebildet sind.

Ergebnisse

Bei der Abschlusspräsentation des Forschungsprojekts MetaFung im Bundesministerium für Land-und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) wurden neue Ergebnisse zur Vielfalt von Bodenpilzen und Bodenarthropoden in österreichischen Großschutzgebieten vorgestellt. Die Studie macht sichtbar, wie groß die bislang kaum erforschte Biodiversität im Boden ist – und welche Bedeutung Schutzgebiete für Forschung, Naturschutz und zukünftiges Biodiversitätsmonitoring haben. Die untersuchten Artengruppen sind wichtige Elemente für lokale ökologische Prozesse, sind aber auch wesentlich an den Kohlenstoffkreisläufen beteiligt und dadurch auch hinsichtlich der Klimakrise relevante Player. Um die Rolle der untersuchten Organismen für lokale Kohlenstoffpools besser zu verstehen, wird auch eine Bodenanalytik für die untersuchten Standorte durchgeführt. Neben einer Erfassung der vorkommenden Diversität werden Erkenntnisse zu Wechselwirkungen bei der Kohlenstoffspeicherung sowie zur Wechselwirkung zwischen Pilzen und der Resilienz naturnaher Vegetation erwartet.

Die Ergebnisse der MetaFung-Studie zeigen, wie groß die Wissenslücke zur Pilzvielfalt bislang war: In Österreich sind derzeit etwa 13.000 Pilzarten bekannt, nur etwa 4.500 Arten sind bisher genetisch analysiert. Im Rahmen von MetaFung wurden in 320 Bodenproben aus 190 Probeflächen 15.695 genetisch unterscheidbare Pilzeinheiten entdeckt. 5.101 dieser Einheiten konnten vorläufig einer bekannten Art zugeordnet werden. Außerdem wurden 205 Arten aus der österreichischen Roten Liste dokumentiert, darunter 25 vom Aussterben bedrohte Pilzarten.

Die Ergebnisse liefern eine wichtige Grundlage für zukünftiges Biodiversitätsmonitoring und zeigen, wie wertvoll naturnahe Schutzgebiete auch für jene Vielfalt sind, die im Verborgenen lebt. Um die hier gewonnenen Einblicke in die Pilzwelt weiterzugeben, wurde im Rahmen des Projekts eine Broschüre erstellt, welche die Ergebnisse unter dem Titel „Verborgene Vielfalt – Die unsichtbare Welt der Pilze“ nun veröffentlicht und steht am Seitenden zum Download zur Verfügung.

Informationen zur Finanzierung

Dieses Projekt wird durch den Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft gefördert.

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Logo BMLUK
Logo Biodiverisätsfonds

Kontakt

Downloads

Cover Broschüre Verborgene Vielfalt

Verborgene Vielfalt - Die unsichtbare Welt der Pilze

Die Broschüre „Verborgene Vielfalt – Die unsichtbare Welt der Pilze“ gibt spannende Einblicke in die Ergebnisse des Forschungsprojekts MetaFung und zeigt die faszinierende Pilzvielfalt in Österreichs Großschutzgebieten.

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