Bechsteinfledermaus, Myotis bechsteinii
Lederlaufkäfer, Carabus coriaceus

Fakten

2025 - 2027
laufend

Nationalpark Donau-Auen, Nationalpark Thayatal, Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal

Nationalpark Donau-Auen

Im Projekt „BiKoS – Biodiversität, Kooperation und Synergien in den NÖ Großschutzgebieten“ arbeiten der Nationalpark Donau-Auen, der Nationalpark Thayatal, das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal und der Biosphärenpark Wienerwald eng zusammen. Im Mittelpunkt stehen der fachliche Austausch zwischen den Schutzgebieten sowie gemeinsame Erhebungen zu ausgewählten Indikatorgruppen, die neue Einblicke in die Artenvielfalt unterschiedlicher Landschaftsräume Niederösterreichs ermöglichen.

Ein zentraler Schwerpunkt von BiKoS liegt auf gemeinsamen Kartierungen ausgewählter Artengruppen. Dabei stehen insbesondere Fledermäuse und Laufkäfer im Fokus. Sie eignen sich besonders gut als sogenannte Indikatorgruppen, da ihre Vorkommen und Artengemeinschaften Rückschlüsse auf die Qualität und Beschaffenheit ihrer Lebensräume ermöglichen. Während Fledermausarten sehr unterschiedliche Ansprüche etwa an Waldstrukturen, Quartiere und Jagdlebensräume stellen, reagieren viele Laufkäfer sensibel auf Veränderungen der Vegetation, der Bodenverhältnisse und anderer Standortbedingungen.

Gemeinsam Forschen für eine einheitliche Datenbasis

Die Erhebungen werden in allen vier Schutzgebieten nach vergleichbaren fachlichen Ansätzen durchgeführt. Dadurch entstehen nicht nur aktuelle Artenlisten für die einzelnen Partner, sondern auch Daten, die einen direkten Vergleich ermöglichen: Welche Arten kommen in mehreren Schutzgebieten vor, welche sind an bestimmte Lebensräume gebunden und wo zeigen sich besonders artenreiche oder naturschutzfachlich bedeutsame Artengemeinschaften? Wie hoch ist der Anteil am Gesamtbestand in Niederösterreich?

Die vier Projektpartner bringen unterschiedliche Voraussetzungen mit: Die jeweiligen Schutzgebiete repräsentieren verschiedene charakteristische Landschafts- und Lebensräume Niederösterreichs und verfügen dabei über langjährige Erfahrungen in der Erfassung und im Schutz ihrer Tier- und Pflanzenwelt. Diese Vielfalt eröffnet die Möglichkeit, Fragestellungen nicht nur innerhalb eines einzelnen Gebiets zu betrachten, sondern Ergebnisse miteinander zu vergleichen und in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Erkenntnisse aus einem Schutzgebiet können so auch für die Arbeit in den anderen Gebieten relevant werden und zu einem umfassenderen Bild der biologischen Vielfalt im Bundesland beitragen – etwa bei der Wahl geeigneter Erhebungsmethoden, der Interpretation von Monitoringdaten oder der Ableitung von Maßnahmen für besonders schützenswerte Arten und Lebensräume.

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